„Lasst die Nahrung Therapie sein“ (Hippokrates, 460-377 v.Chr)
Wir haben sehr viele Jahre lang hochwertiges Dosenfutter gefüttert. (Bei Interesse kann ich gerne die Marken nennen; mich dann bitte kontaktieren.) Allerdings hat das im Endeffekt nicht dazu geführt, dass unsere Katzen länger und gesünder gelebt haben, als andere Katzen. Und aus diesem Grund stellen wir unser Katzenrudel auf BARF um. Bei einigen klappt es super, andere wollen lieber noch "ihre Dose" haben. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass mit der Zeit alle unsere Racker das artgerechte rohe Futter annehmen werden.
Das Fleisch aus artgerechter Haltung hatten wir zunächst bei uns auf dem Markt gekauft. Aber für so viele Katzen war ich, ehrlich gesagt, zu faul ständig alles abzuwiegen und zusammen zu stellen. Ich habe viel recherchiert und ausprobiert und bin beim "Zoobedarf Hitzegrad" hängengeblieben. Dieser Online-Shop bietet einfach alles, was sich Barfer wünschen.
Katzen sind bekanntlich wählerisch und durch Gerüche auf das aktuelle Futter konditioniert. Eine Umstellung kann leicht sein, kann aber auch Überredungskünste und Konsequenz erfordern.
Tipp Senior-Katzen: Nieren mögen es warm. Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin brauchen Senioren "wärmende" Substanzen, um das Nieren-Yin zu stärken. Hierzu zählen alle Fischsorten. Aber auch gerne Algen (Spirulina und Chlorella in Maßen - nicht zu viel, sie leiten auch Giftstoffe aus). Auf Huhn (Geflügel) weitestgehend verzichten, denn dieses Fleisch "kühlt" aus. Daher bitte Sorten wählen, bei denen der Fischanteil überwiegt. Beide Futtermittelanbieter haben passende Sorten im Angebot.
Futterumstellung:
Wie wir alle wissen haben gerade Katzen oft ein Problem neue Futtersorten anzunehmen. Leider ist das oft von uns hausgemacht. Sie werden oft schon als ganz junge Katzen an gewisse Gerüche gewöhnt. Da Katzen sehr über ihren Geruchssinn gehen, kann es mitunter vorkommen, dass sie ihr Leben lang nach einem gewissen Geruch suchen, die sie als junge Katzen gewohnt waren. (Ich sage hier nur Whiskas oder Sheba etc.) Ja, es geht sogar noch weiter, sie können dieses Verlangen sogar praktisch über die Muttermilch aufnehmen. So werden sie auf eine bestimmte Konsistenz und einen bestimmten Geruch gewöhnt. Gerade die Umstellung von Dose auf roh erfordert mitunter Ausdauer.
Hier hilft nur "Fresserziehung", denn gerade Katzen können sehr dickköpfig sein.
Katzen können NICHT erkennen, ob das Futter gut für sie ist oder nicht. Leider meinen viele Katzenhalter, dass das Futter gut sein muss, weil es der Katze schmeckt. Diese Annahme ist leider völlig falsch. Die Futtermittelindustrie arbeitet mit Lockstoffen und Geschmacksverstärkern. Deshalb sagt es überhaupt nichts aus, wenn die Katze ein bestimmtes Futter "aufsaugt" und einem anderen die "kalte Schulter" zeigt. Hier sind wir als Halter gefragt. Nur wir können entscheiden, welches Futter gesund und artgerecht ist und welches nicht. Leider.
Hilfe, meine Katze will das neue Futter partout nicht fressen… Tipps bei mäkligen Katzen:
Wir wissen alle, dass Katzen mitunter sehr, sehr mäklig sein können und neue Futtersorten oft nur ungern bis sogar gar nicht anrühren (s.o.). Bei der Umstellung von einem minderwertigen auf ein hochwertiges Futter ist es oft besonders schlimm.
Was können wir also tun:
Viele Katzen sind Lockstoffe sowie Geschmacks- und Geruchsverstärker gewöhnt. Das neue Futter hat diese aber nicht. Hier ist das hochwertige Fleisch der Lockstoff. Darum müssen wir es zum Riechen bringen:
Auf das neue Futter einen Schluck heißes Wasser geben und durchmanschen. Das Futter wird so einerseits cremiger und andererseits riecht es auch mehr.
Viele Katzen fressen vor allem gerne die Soße des Futters; die ist aber rar bei hochwertigem Futter. Das bisschen „Soße“ entsteht hier praktisch durch das Einwecken des Fleisches. Ein hoher Fleischanteil in der Dose produziert zwangsläufig wenig „Soße“, da z.B. der Zuckersirup und der Getreidebrei fehlen.
Was also machen?
- Es gibt bei der Drogerie DM von Dein Bestes das Produkt Schnurr. Das ist so ein - ich sage mal - „Schleim“ für Katzen. Schnurr enthält Q10, Zink und Traubenkernextrakt. Kostet auch nicht viel. Einfach das Schnurr über das neue Futter geben, das kommt einer Soße sehr ähnlich. Die Mieze wird Schnurr lieben und so das gute neue Futter mit fressen. Schnurr mäßig dosieren und später ausschleichen. Die angebrochene Packung kann im Kühlschrank aufbewahrt werden. (Oder auch gerne ein ähnliches Produkt nehmen. Es gibt derer viele.)
- Auch Bio-Kokosöl kann man über das Futter geben. Das ist zusätzlich wirklich gut bekömmlich und dient hier als Lockstoff.
- Bei manchen Katzen bringt es auch was, Fischfutterflocken (vom Aquarium) über das Futter zu streuen. (Die enthalten in der Tat sehr oft Zucker!)
- Klappt das auch nicht, hilft ein anderer, ganz einfacher Trick: Vanille- oder Karamellsirup kaufen (den Sirup, den man z.B. in Kaffee gibt) und den Sirup über das Futter geben. Gerade Vanille ist sehr beliebt (wird auch gerne als Lockstoff bei Baby- und Kindernahrung eingesetzt). Beim Übergang zu hochwertigem Futter schadet der Sirup nicht, denn die Katze hat bisher meist weit schlimmeres gefressen. NUR ANWENDEN, wenn das bisherige Futter auch viel Zucker und/oder Getreide enthalten hat.
- Auch dieses sogenannte „Gewürz“ kann helfen. Hierbei handelt es sich um gefriergetrocknetes und zermörsertes Fleisch. Gibt es auch in der Fisch-Variante. Das klappt allerdings meist nur, wenn die vorherige Futtersorte auch bereits recht hochwertig und ohne Zucker und Getreide war.
Auch wird oft die Leckerligabe unterschätzt. Trockenfutter hat einen hohen Anteil an Stärke, ein Kohlenhydrat, welches vom Körper schnell in Zucker umgewandelt und dann in den Fettzellen gespeichert wird. Oftmals sind die "Paar Krümel" Trockenfutter eine ganze Mahlzeit!
Will die Mieze das neue artgerechte Futter nicht fressen: Futter wegnehmen und erst abends wieder hinstellen. Keine Leckerligaben zwischendurch!
Was helfen kann, wenn so gar nichts zu klappen scheint: Das homöopathische Mittel Lycopodium D30. Drei Globuli einmal pro Tag über drei bis fünf Tage geben. Lycopodium kann helfen, wenn Katzen ein "Ekelgefühl" bekommen, wenn sie gutes Eiweiß riechen. Ja, so blöd das klingt, das gibt es wirklich! Hilft vorallem auch bei trockengefütterten Katzen.
Merke: hat die Katze erst einmal durchgängig so ein, zwei Wochen das neue hochwertige Futter gefressen und drin behalten, dann merkt sie von ganz alleine, wie gut es ihr bekommt und wie wohl sie sich inzwischen fühlt. So können die ganzen Tricks nach und nach weggelassen werden. Wichtig ist aber dabei, nicht zwischendurch das alte Futter zu füttern!
Deswegen: nie den Mut verlieren und weiter versuchen, die Katze umzustellen. Ihrer Gesundheit zuliebe!
ACHTUNG: Katzen nicht länger als einen Tag hungern lassen. Übergewichtige Katzen niemals auf radikale Abmagerungskuren setzen – es besteht höchstes Risiko, damit eine hepatische Lipidose auszulösen!
Noch ein Wort zur Entgiftung
Je eiweißärmer das alte Futter war und je länger das Tier an diese Nahrung gewöhnt war, desto behutsamer muss man die Umstellung angehen. Über Monate oder Jahre hinweg (je nachdem wie alt die Katze ist) sammelten sich die unterschiedlichsten Toxine (Gifte) im Körper an. Diese Gifte können aus Impfungen, Narkosemitteln aber auch aus Zusatzstoffen im Futter oder durch Umweltbelastungen kommen.
Bei der Umstellung auf ein artgerechtes Futter hat der Körper nun die Chance, die Toxine auszuscheiden. Für diesen Prozess hat der Körper eine Reihe von Möglichkeiten: Manche Katze entgiftet ohne große Auffälligkeiten, bei anderen treten diverse Symptome auf.
Die Entgiftungssymptome können sein: Hautjucken, verstärkter Fellwechsel, Fellverlust, trockene Haut, Schuppen, tränende Augen, Augenentzündungen, eitrige Augen, Ohrentzündungen. Allerdings auch Durchfall, stark riechender Kot, Blähungen oder Erbrechen. Auch eine Entgiftung, die wie eine Infektion aussieht (Mattigkeit, Schnupfen, Husten) ist möglich. Es kann auch zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Z.B. allergisch bedingter Juckreiz kann nun verstärkt auftreten, wird sich aber mit der Zeit verbessern und meist ganz abklingen.
Nachdem die Katze auf artgerechtes Futter (d.h. hochwertige Proteinquelle, keine chemischen Zusätze, hohe Energiedichte) umgestellt worden ist, können periodisch immer mal wieder Durchfälle auftreten (z.B. nach 2-3 Monaten und dann einige Male im Abstand von 2-3 Wochen).
Dies ist aber ganz normal und kein Grund, um das Futter abzusetzen! Im Gegenteil, es ist ein Zeichen dafür, dass der Körper sich von all den angesammelten Verunreinigungen befreit: der Körper macht nun praktisch einen großen Hausputz, um danach noch vitaler und gesunder zu sein.
Wann die Entgiftung beginnt, lässt sich nicht vorhersagen. Die Katze kann innerhalb von zwei Tagen oder aber erst nach Monaten damit beginnen. Oft ist es auch so, dass die Entgiftungserscheinungen gar nicht mehr mit der Futterumstellung in Verbindung gebracht werden. Ist die Entgiftung abgeschlossen (die Dauer ist unterschiedlich) fällt die Katze durch schöneres Fell, ein stärkeres Immunsystem, eine bessere Verdauung und einen sehr guten Allgemeinzustand auf. Nun zeigt sie keinerlei der oben genannten Entgiftungssymptome mehr. (Wie erwähnt, gibt es auch Katzen, die überhaupt keinerlei Symptome zeigen. Die Katze wird nur fitter und ausgeglichener.)
Ist man sich nicht sicher, ob es sich um Entgiftungssymptome oder eine Krankheit handelt, ist es sinnvoll, sich an einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu werden, der mit den Entgiftungssymptomen von Tieren vertraut ist. Konventionell
Die Umschichtung der Darmflora dauert ca. 10-14 Tage. In dieser Phase kann eventuell eine erhöhte Flatulenz (Blähungen) und Darmaktivität festgestellt werden.




