Taurin ist ein Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin. Entgegen landläufiger Meinung ist es selbst keine Aminosäure, da es keine Carboxygruppe enthält. Taurin ist als Beta-Aminoethansulfonsäure normalerweise eine nicht essentielle Aminosäure, die der Körper mit Hilfe des Enzyms Cystein-Sulfinsäure-Decarboxylase bilden kann. Dieses Enzym weist aber im Katzenorganismus eine zu geringe Aktivität zur Eigensynthese auf, um den Eigenbedarf zu decken.

Taurin selbst ist u.a. für die Bildung von Gallensäuren, sowie der Entwicklung des Zentralnervensystems und der Herzfunktion verantwortlich.

Katzen können z.B. Gallensäure nicht wie andere Tiere über Glyzin, sondern nur über Taurin erzeugen.

So ist Taurin für Katzen ein wesentlicher Nährstoff, der über das Futter als Zusatzstoff zugeführt werden.

Taurin kommt ausschließlich in tierischem Gewebe - in Muskeln, Gehirn, Herz und Blut - vor.

Taurin steigert die Abwehrkräfte und verhindert lebensbedrohliche Mangelerscheinungen.

Taurinmangel kann Ursache folgender Erkrankungen sein: Netzhautschwund im Auge, Herzmuskelschwäche, Wachstumsstörungen, Unfruchtbarkeit, neuralgische Schmerzen, angeborene Missbildungen der Kitten.

Solche Mangelerkrankungen können auch durch kein allopathisches oder homöopathisches Mittel oder Bachblüten geheilt werden. Innerhalb weniger Monate kann Taurinmangel zu Sehschwäche führen, innerhalb zwei Jahren zu völliger Blindheit. Werden Sehprobleme aber rechtzeitig erkannt, kann eine Taurinzufuhr durch Nahrungsergänzungen große Erfolge mit sich bringen.

Achten Sie also darauf, dass das Futter Taurin enthält. bzw. supplementieren Sie ggfs. Taurin.

Taurin ist eine farblose kristalline Substanz, die sich ab 300 °C zersetzt und bei 328 °C schmilzt.

Bei der Zubereitung und Verdosen des Fertigfutters wird dieses oft zu hoch erhitzt (klar, manche der Nebenprodukte wollen einfach nicht so schnell zu einem Brei verkochen). Ende der 80er Jahre traten allerdings Taurinmangelerscheinungen bei Katzen auf, die mit handelsüblichem (Supermarkt-)Futter ernährt wurden. Daher wird nun noch zusätzlich Taurin beigefügt.

Wie viel Taurin der Katze zusätzlich zur Nahrung zugeführt werden muss, kann pauschal nicht beantwortet werden.

Die Ernährung, aber auch die Stoffwechselbedürfnisse unterscheiden sich von Katze zu Katze.

Daher sollte man darauf achten, Rohfleisch zu füttern (Herz) bzw. um den täglichen Mindestbedarf unserer Fellnasen zu decken, bzw. muss manchmal Taurin auch direkt dem Futter zugegeben werden. Das hängt davon ab, wie hochwertig das Futter ist.

Damit die Katze ausreichend Taurin zugeführt bekommt, sollte ihr täglich 250-500mg Taurin unter das Futter gemischt werden. Das Vermischen ist sehr wichtig, da reines Taurin reizend sein kann.

Bei Rohfleisch verringert sich der Tagesbedarf an Taurin entsprechend.

Sollte beim BARFEN ausreichend Herz mit verfüttert werden, muss KEIN Taurin supplementiert werden, da Herz sehr reich an Taurin ist.

Achtung:

Taurin nur mit lauwarmen Wasser vermischen (nicht mitkochen), da es, wie bereits verwähnt, in zu großer Hitze zerstört werden kann.

Taurin muss dunkel und trocken gelagert werden.

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