Oftmals sind nicht entdeckte bakterielle oder virale Störfelder oder auch andere Erreger Auslöser für viele Krankheiten.
Die heutigen Tierärzte behandeln allerdings oft einfach „aufs Blaue hinein“ mit Cortison und Antibiotika und gehen der Sache nicht auf den Grund. An Toxoplasmose oder Borrelien denken die wenigsten.
Diverse Erfahrungen zeigen allerdings mittlerweile, dass bei einem Tier (oder Menschen) viele Beschwerden (chronische Entzündungen, Allergien, Gelenk- und Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, usw.), durch Viren, Bakterien, Pilze etc. hervorgerufen werden. (Tipp: "Die Arthrose-Lüge" von Liebscher & Bracht.)
Wir müssen daran denken, dass durch die heutige Globalisierung sich Bakterien, Viren und Co. mittlerweile über den ganzen Globus verteilen. So übertragen Insekten viele Erreger. Bsp. Leishmaniose. Leishmaniose kommt im gesamten Mittelmeerraum, Frankreich, Süddeutschland, Schweiz, Osteuropa und evtl. Österreich vor. Aber auch durch (rohes) Fleisch können sich diverse Krankheiten verbreiten… Stichwort Borrelien. Da Zecken und Insekten nicht nur den Menschen befallen, sondern auch andere Warmblütler, muss damit gerechnet werden, dass auch Fleisch und Geflügelprodukte mit Borrelien infiziert sein können und somit durch die Nahrungsaufnahme auf das Tier (bzw. den Menschen) übertragen werden. Außerdem: Borreliose kommt nie alleine, oft ist noch ein anderer Erreger im Spiel. Anaplasmose beispielsweise oder Neosporose. Neosporose wird genau wie Toxoplasmose durch Rohfleisch übertragen und hat leider (wie eigentlich alle diese Erreger) die unterschiedlichsten Symptome. (Deswegen auch Vorsicht bei der Rohfütterung, denn leider kann man weder sehen, noch riechen, noch schmecken, ob Erreger im Fleisch enthalten sind. Sicherer ist es, das Rohfleisch wenigstens kurz aufkochen zu lassen.)
Leider denken die allerwenigsten Tierärzte daran, dass eine Infektion der Auslöser allen Übels sein kann. Viele dieser Krankheiten kann man nicht heilen, das Tier (oder der Mensch) bleibt ein Leben lang Träger. Aber man kann das Immunsystem so fit halten, dass es nicht zum Ausbruch von Krankheiten kommt und dann sehr gut damit leben. Würden wir uns selber einmal testen lassen, wir wären überrascht, wer so alles in uns wohnt…
Bedenke: "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles." Wer das nun wirklich mal gesagt haben mag, sei dahingestellt (Prof. Dr. Antoine Béchamp oder doch Louis Pasteur), Fakt ist, dass es immer darauf ankommt, was wir für einen Nährboden wir möglichen Mikroben (Keimen, Pilzen etc.) bieten, wie fit unser Immunsystem ist. Hierzu mein Buch-Tipp: „Meine Keime sind Ich" von Ariane Zappe.Und auch hier wieder das A und O: Die Ernährung! Hier kann das Futter bestellt werden, welches wir füttern.
Daher mein Tipp: Bevor auf Teufel komm raus, Chemie in das arme Tier gepumpt wird, erstmal abchecken, ob nicht doch ein Erreger der Auslöser der ganzen Misere ist. Hierzu geht man auf die Seite des Tierärztlichen Labors in Freiburg und lässt auf die verschiedensten Erreger testen. Dann ist man zumindest schlauer und weiß, die Chemie kann man sich sparen. Zumal sie das Immunsystem nur noch mehr belasten würde und man landet im Teufelskreis. Wichtig ist natürlich, eine Stärkung des Immunsystems und die erfolgt mit artgerechter Fütterung und evtl. Zusatzprodukten, zum Darmfloraaufbau u.a. Besser ist meinesachtensaber die Methode des Heilpraktikers Ruch. Hier wird mit extra individuell für das Tier hergestellten Nosoden gearbeitet. Eine sehr schonende Methode. Einfach Sekrete des Tieres sammeln und einschicken. Denn: Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei einem Tier die Beschwerden (chronische Entzündungen, Allergien, Gelenk- und Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, usw.), ausgelöst durch Viren, Bakterien, Pilze, uvm. sich analog zum Menschen abzeichnen. So können sich auch bei Tieren diese Funktionsstörungen im Körper auf das Verhalten des Tieres auswirken. Aber auch eine andauernde Belastung oder traumatische Erlebnisse hinterlassen ihre Spuren, diese schwächen, wie beim Menschen, das Tier und bieten Angriffsflächen für problematische Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten usw. oder für Giftstoffe.
Hiermit spart man sich auch normale Laboranalysen. Wir haben die Nosoden mit Erfolg getestet. Unsere „Arthrose“-Omi ist mit den Nosoden deutlich beweglicher geworden. Von wegen Arthrose… Lachhaft.
Meinesachtens noch viel besser: KOLLOIDALES SILBER. Damit kann einem Schnurz sein, welcher Erreger der Auslöser der Symptoms ist. Das interessiert das kolloidale Silber nicht. Es vernichtet den Erreger einfach.
Auch wirklich hilfreich die Mittel von Sanum-Kehlbeck: Notakehl gegen "Bakterien" und Quentakehl gegen "Viren". Lohenswert, beide Mittel immer im Haus zu haben.
Das Blutbild gibt viel Aufschluss über die Erkrankungen des Harnapparates - leider oft erst, wenn es schon zu spät ist.
Krankheitserscheinungen treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf, wenn bereits mehr als zwei Drittel (!) der ursprünglichen Nierenfunktion verloren sind. Dies ist den körpereigenen Kompensationsmechanismen und der Reservekapazität der Niere geschuldet, die die reduzierte Nierenfunktion lange ausgleichen und die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen dabei aufrechterhalten können. Mit dem Verlust funktionierender Nephrone – der funktionellen Baueinheit der Niere – nimmt die Filterleistung der Nierenkörperchen ab und damit die Ausscheidungskapazität für harnpflichtige Stoffe.
Darum kann ich nur jedem raten, sich frühzeitig um artgerechtes Futter zu kümmern und beispielsweise durch TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) mittels Pulsdiagnose den Gesundheitszustand der Nieren frühzeitig checken zu lassen.
Auch ein geriatrisches Blutbild ist mitunter sinnvoll. Wobei allerdings die überwiegende Anzahl von Tierärzte Blutbilder gar nicht mehr richtig interpretieren können... (zur Problematik s. auch weiter unten)
Neuerdings erreichen mich immer wieder Anfragen zu Katzen, die einen hohen Kreatinin-Wert im Blutbild zeigen, allerdings keine anderen Symptome aufweisen.
Was ist da los?
Nierenschädigungen sind in jedem Fall auch im Urin sichtbar. Die Dichte oder der Krea-Eiweiß-Quotient zeigen an, wenn die Niere der Auslöser für einen hohen Kreatin-Wert im Blutbild ist. Ist sonst nichts zu finden, spricht nichts dafür, dass die Nieren eine Einschränkung haben.
Die momentane Forschung (2019 in etwa) zeigt:
Vorallem bei BARF-Katzen ist der Krea-Wert erhöht.
Und es kann durchaus sein, dass - wie beim Menschen – bei einem schlanken aber doch muskulösen Tier ein hoher Muskelstoffwechsel vorherrscht und so die Kreatinkinase (CK ein Enzym, was vorallem in den Muskelzellen vorkommt) hoch ist. Kreatinin ist das Endprodukt des Muskelstoffwechsels. Es wird vollständig über die Nieren ausgeschieden und dient als Test für die Filterfunktion der Niere. Bei einer Abnahme der Muskelmasse können erniedrigte Werte auftreten. Tiere, die aktiv sind, sich viel und gut bewegen (v.a. Freigänger oder solche, die viel und oft Treppen steigen müssen) können somit einen erhöhten Krea anzeigen.
Theoretisch müssten also die Laborwerte geändert werden. Die alten Referenzwerte sind nicht mehr zeitgemäß. (Es ist durchaus möglich, dass dies mittlerweile geschehen ist. Da ich aber keine Ärztin bin und wir in der Regel mit unseren Katzen nicht zum Tiearzt gehen - es sei denn, sie müssen kastriert werden oder haben sich verletzt - kann ich dazu ehrlicherweise nichts sagen.)
Das betrifft auch den neuen SDMA, der zur Zeit für viel Verwirrung sorgt und zu sehr schwankt.
Deswegen sollte der KREA eigentlich laut IDEXX (ist der globale Marktführer für Diagnose- und IT-Lösungen) und diversen Ärzten neu bemessen werden und eher um die 2,4 anstatt bei 1,6 als realistisch und gesund gelten. Bleibt zu hoffen, dass sich das bald durchsetzt… Achtung: auch hier bin ich nicht ganz up-to-date! Es kann sein, dass sich hier schon einiges geändert hat. Es gibt ja auch mittlerweile Schnell-Tests für die Niere.
Außerdem machen Blutabnahmen nur Sinn, wenn das Tier vorher wirklich volle 12 Stunden nix zu fressen bekommen und nur Wasser getrunken hat. Kürzere Abstände beeinflussen v.a. Harnstoff, und eben auch den KREA.
Referenzwerte ausgewählter Serumparameter bei Katzen
Harnstoff-N (mg/dl)
Der Normalwert liegt bei 10 – 33 mg/dl.
Harnstoff wird von der Leber im Zuge der Verdauung gebildet und dann von den Nieren ausgeschieden. Er ist abhängig von der Nahrung der Katze. Ein kurzfristiger Anstieg nach proteinreicher Nahrung oder körperlicher Anstrengung ist jedoch normal. Er ist bei Niereninsuffizienz, Dehydrierung sowie bei Herzinsuffizienz, Nierentumoren, -trauma oder Harnabfluss-Störung erhöht.
Achtung: Der Harnstoff steigt bei der Katze stets vor dem Kreatinin an. Um auf eine Schädigung der Niere rückschließen zu können, muss daher auch immer der Kreatininwert betrachtet werden!
Kreatinin (mg/dl)
Der Normalwert liegt bei unter 1,6 mg/dl.
Kreatinin ist ein Nierenwert, der unabhängig von der Fütterung, zuverlässiger als der Harnstoff den Zustand der Nieren widerspiegelt. Er ist allerdings auch erhöht bei Dehydrierung, bei Schock oder Herzinsuffizienz oder nach Gabe bestimmter Medikamente (Penicillin, Ibuprofen, Ascorbinsäure). Kreatinin steigt bei der Katze meistens erst nach der Erhöhung des Harnstoffs. Ein zu niedriger Wert wird nach Hämolyse (=Abbau von Erythrozyten (roten Blutkörperchen)) oder bei Gelbsucht beobachtet. Daher den Kreatinin-Wert auch immer im Zusammenhang mit dem Harnstoff betrachten!
Natrium Na (mmol/l)
Der Normalwert liegt bei 146 – 165 mmol/l.
Natrium ist in der Zellflüssigkeit enthalten ist und wird von den Nieren ausgeschieden. Bei Infusionen mit Na-Lösungen oder über eine erhöhte Aufnahme von Natrium im Futter z.B. zu wenig Flüssigkeitsaufnahme bei Trockenfutter oder auch bei Dehydrierung ist dieser Wert erhöht. Bei Verbrennung, Durchfallerkrankungen oder Erbrechen, einer Niereninsuffizienz ist der Wert erniedrigt.
Kalium (mmol/l)
Der Normalwert liegt bei 3.0 – 5.0 mmol/l.
Kalium ist der Nieren- oder Muskelwert. Auch dieser Wert ist von der Ernährungsweise abhängig. Bei Operationen, Verbrennungen, Nierenentzündungen ist Kalium erhöht. Bei Lebererkrankungen, Diabetes, Durchfall oder Erbrechen eher erniedrigt. Vorsicht, trotz eines normalen Serumspiegels kann bei bestimmten Erkrankungen ein sehr hoher Kaliummangel vorliegen.
anorganisches Phosphat (mmol/l)
Der Normalwert liegt bei 0.8 – 1.9 mmol/l.
Anorganische Phosphate werden von den Zellen benutzt, um die Stoffwechselenergie zu transportieren. Das anorganische Phosphat ist der Nierenwert schlechthin. Bei älteren Tieren ist er allerdings viel niedriger als bei jungen Kätzchen. Hier kann eine bis zu dreifache Erhöhung vorliegen. Daher ist es nicht einfach, den Empfehlungswert-Referenzwert zu bestimmen.
Ammoniak (µg/dl oder µmol/l)
Der Normalwert liegt bei < 100 µg/dl (bis 59 µmol/l).
Die Freisetzung von Ammoniak erfolgt besonders in der Leber sowie in der Niere. Bei Aufnahme größerer Mengen aus der Umwelt (Inhalation oder orale Aufnahme) können bei Überschreiten der Entgiftungsfähigkeiten der Leber toxische Symptome auftreten (gereizte Augenschleimhaut, Bronchienreizung, Kolik, Zähneknirschen, Zittern, Krämpfe, Lähmungen, Lungenödem). Ein wesentlicher Anstieg an Ammoniak im Blutplasma kann zum Tod führen (Lebertoxizität). Ammoniak kann aber auch vorübergehend nach einer proteinreichen Nahrung bei Gesunden an der oberen Referenzbereichsgrenze oder leicht darüber liegen. Ist der Ammoniakgehalt erhöht, handelt es sich möglicherweise um eine Leberzirrhose, eine akute Hepatitis oder hochgradige Urämie.
a-Amylase (U/l)
Der Normalwert liegt bei < 3510 U/l.
Die Amylase kommt im Sekret der Bauchspeicheldrüse vor. Im Blut oder Harn erfolgt die Untersuchung der Aktivität der Amylase bei Verdacht auf Endzündungen der Bauchspeicheldrüse. Bei einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) sind die Amylasen-Werte im Blut bis um das 3-fache erhöht und die Ausscheidung des Enzyms im Harn steigt um ein Mehrfaches an. Die a-Amylase ist sehr oft auch bei einer Niereninsuffizienz erhöht. Die a-Amylase wird mit der Lipase zusammen bestimmt, damit sie aussagekräftig genug ist.
Lipase (U/l)
Der Normalwert liegt bei < 250 U/l.
Lipasen sind Enzyme, die die Lipide usw. in Fettsäuren umwandeln und somit die Fettverdauung regeln. Damit das Enzym im Körper richtig angelagert werden kann, werden zur Unterstützung die Gallensäuren benötigt.
Bei Ausfall der Galle findet man etwa 40-50% und bei Ausfall des Bauchspeicheldrüsensekrets etwa 50-60% der Fette in unveränderter Form im Kot wieder.
Ein 2- bis 3-fach erhöhter Wert lässt auf eine akute Pankreatitis, Pankreasnekrose, auf Pankreastumore oder eine Niereninsuffizienz, sowie Lebererkrankungen (v.a. Lebertumore)schließen.
Calcium (mmol/l)
Der Normalwert liegt bei 2.3 - 3.0 mmol/l.
In den Knochen sind über 90% des Calciums zu finden. Calcium steht im Zusammenhang mit dem PH-Wert im Blut. Bei einer Übersäuerung des Blutes bei sinkendem PH-Wert steigt dieser Wert auch bei einer Überproduktion des Parathormons der Nebenschilddrüse, oder bei verschiedenen Vergiftungen. Der Wert sinkt auch bei Krampfzuständen ab, genauso wie bei einem Tumor der parafollikulären C-Zellen in der Schilddrüse.
Magnesium (mmol/l)
Der Normalwert liegt bei 0.6 - 2.0 mmol/l.
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der so genannte Muskelwert. Dieser Wert steigt bei einer chronischen Darmerkrankung oder einer Niereninsuffizienz an.
Erythrozyten (Rote Blutkörperchen) (T/l)
Der Normalwert der roten Blutkörperchen beträgt 5-10 Mio /l.
Sie sorgen für den Sauerstofftransport. Allerdings nimmt die Zahl innerhalb weniger Tage deutlich ab und erst mit etwa einem halben Jahr ist die Anzahl der erwachsenen Tiere erreicht. Erniedrigte Werte – es sind also zuwenig vorhanden (Anämie) können verschiedene Ursachen haben, wie z. B. starke Blutungen nach Unfällen oder Verletzungen, nach Vergiftungen oder bei Infektionen. Erhöhte Erythrozytenwerte weisen auf einen Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) der Katze hin. Sie sind aber auch erhöht bei angeborenen Herzerkrankungen, chronischen Lungenerkrankungen, Hyperthyreose, Nierentumoren und Polycythaemia vera.
Hämatokrit Hkt/HK/HCK (Vol%) (= prozentualer Anteil der Erythrozyten)
Der Normalwert liegt bei 27 – 47 %.
Er gibt das Verhältnis der festen zu den flüssigen Bestandteilen im Blut an. Er ist das Maß für die Zähigkeit des Blutes. Ein erniedrigter Wert kann z. B. bei Vergiftungen auftreten. Ein erhöhter Wert zeigt sich z. B. bei Austrocknung (z. B. durch Durchfall), Erregung oder Schock und er ist erhöht Nierentumoren.
Hämoglobin HGB oder Hb (g/dl)
Der Normalwert liegt bei 9 - 15 g/dl.




